Reparaturseidl fürs Wiener WUK

An einem eiskalten Dezembermorgen liegt eine beruhigende Still über dem Innenhof des Wiener WUK. Hier, wo im Sommer unter großem Trubel Fußballweltmeisterschaften geschaut werden, Konzerte stattfinden oder Fahrräder verkauft werden, liegt die majestätische Anlage an diesem Tag heute ganz sich selbst überlassen da.

Als Wiener bringt man bei jedem Besuch zahlreiche eindrückliche Erinnerungen an das WUK mit, die in uns allen ein ganz individuelles, einzigartiges Bild von der Kulturinstitution am äußersten Ende der Währinger Straße zeichnen. Von lauen Sommerabenden, die langsam im Dunst der weißen Spritzer dahinschwinden, über lange Nächte bei einem der vielen Feste im Bühnenraum, hat das WUK tiefe Spuren in unser aller Jugenden hinterlassen.

Heute bin ich hier, um das WUK zu retten. So dramatisch das klingt und so klein mein persönlicher Anteil bei der Sache tatsächlich ist, bleibt das Faktum, dass eine der vielfältigsten Kulturorganisationen der Stadt unter Geldproblemen leidet. Denn das WUK ist alt, sehr alt sogar, über hundertsechzig Jahre um genau zu sein. Diese haben nicht nur in uns, sondern auch an dem Gebäude selbst Spuren hinterlassen. Die Bierbrauerei Ottakringer hat deshalb zum Trinken für das WUK aufgerufen und dazu das Kultur-Reparatur-Seidl ins Leben gerufen. Von jedem gekauften Sechsertragerl fließt ein Euro in die Fassaden, Technik und Mauern des WUK. Wer nächste